Wegweiser durch diese AGB
Diese AGB regeln zwei unterschiedliche Vertragsverhältnisse mit JEFFERSON & NetzWerk. Damit Sie schnell finden, was für Sie gilt, ist das Dokument in drei Teile gegliedert:
- Teil A – Allgemeine Bestimmungen. Gilt für alle Verträge mit dem Anbieter, unabhängig vom gebuchten Angebot.
- Teil B – Besondere Bestimmungen für Coaching-Leistungen „IMPULS SprechStunde“. Gilt zusätzlich, wenn Sie eine einzelne Coaching-Session, ein Stundenkontingent oder eine Standortbestimmung gebucht haben.
- Teil C – Besondere Bestimmungen für Workshops. Gilt zusätzlich, wenn Sie an einem offenen Workshop des Anbieters teilnehmen (z. B. „Gespräche führen, die keiner führen will.“).
Bei Widersprüchen zwischen Teil A und den Teilen B oder C gehen die spezielleren Regelungen in B oder C vor.
Teil A
Allgemeine Bestimmungen
Gilt für alle Verträge mit dem Anbieter.
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge, die zwischen dem Anbieter und seinen Kundinnen und Kunden über die Website impuls-sprechstunde.de, per E-Mail, telefonisch oder persönlich geschlossen werden. Sie umfassen insbesondere die Coaching-Leistungen „IMPULS SprechStunde“ (Einzelsessions, Stundenkontingente, Standortbestimmungen) sowie offene Workshops (z. B. „Gespräche führen, die keiner führen will.“).
(2) Anbieter ist:
Dominic Jefferson
Glückstr. 11
86153 Augsburg
Deutschland
E-Mail: fragnach@impuls-sprechstunde.de
Telefon: +49 (0) 173 99 79135
Website: impuls-sprechstunde.de
Die Bezeichnung „IMPULS SprechStunde“ ist eine Angebots- bzw. Produktbezeichnung des Anbieters und keine eigenständige Gesellschaft; sämtliche Verträge kommen ausschließlich mit dem Anbieter zustande.
(3) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) als auch gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB). Soweit einzelne Regelungen nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, ist dies ausdrücklich gekennzeichnet.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(5) Es gilt jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB.
§ 2 Übersicht der Vertragsangebote
(1) Der Anbieter bietet zwei Hauptangebote an:
a) Coaching-Leistungen „IMPULS SprechStunde“. Individuelle Reflexions- und Sparringsbegleitung für Führungskräfte (vorrangig im Gesundheitswesen), erbracht ausschließlich online (Video/Telefon). Buchbar sind: eine einzelne Coaching-Session (60 Minuten), Stundenkontingente (5 oder 10 Sessions à 60 Minuten, jeweils einschließlich telefonischer Notfall-Erreichbarkeit nach Maßgabe von § 17), eine Standortbestimmung mit berufsbezogenem Persönlichkeitsinventar (BIP) sowie, auf individuelle Anfrage, ein 360°-Feedback. Eine über 60 Minuten hinausgehende Verlängerung einzelner Sessions ist im beiderseitigen Einvernehmen möglich und wird anteilig abgerechnet (§ 17 Abs. 2). Es handelt sich um Einzelbuchungen bzw. Guthabenkäufe; ein Abonnement oder eine Mitgliedschaft wird nicht begründet.
b) Workshops. Offene Präsenz-Workshops für Führungskräfte mit professionellem Seminarschauspiel, insbesondere das zweitägige Format „Gespräche führen, die keiner führen will.“. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 8 Personen, siehe Teil C).
(2) Daneben können einzelne Zusatzleistungen (z. B. Inhouse-Trainings, unternehmensinterne Workshops und Schulungen) angeboten werden. Für solche Leistungen gelten diese AGB entsprechend, soweit nicht individuell etwas anderes vereinbart wird.
(3) Der konkrete Inhalt, Umfang, Ort, Termin und Preis des jeweiligen Angebots ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website oder aus dem konkreten Angebot des Anbieters.
§ 3 Allgemeines zum Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Angebote auf der Website stellt kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Der Kunde gibt mit der Buchung bzw. Anmeldung ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter dieses Angebot durch Buchungs- bzw. Anmeldebestätigung per E-Mail annimmt. Eine automatisierte Eingangsbestätigung stellt noch keine Vertragsannahme dar. Das Angebot legt den konkreten Leistungsinhalt, die Pflichten der Parteien und die Lieferungs- und Zahlungsbedingungen („Leistungsbeschreibung“) fest. Eine nachträgliche Änderung ist nicht Teil der Leistung und wird bei Bedarf gesondert berechnet.
(3) Buchen Arbeitgeber oder andere Auftraggeber (Geschäftskunden) für einen oder mehrere ihrer Mitarbeitenden, gilt der Auftraggeber als Vertragspartner und Rechnungsempfänger, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart. Die angebotenen Leistungen können einmaligen Leistungen und/oder regelmäßig im Rahmen einer festen Laufzeit zu erbringende Dienstleistungen sein.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Der Vertragstext (Bestelldaten und AGB) wird vom Anbieter gespeichert; der Kunde kann die Bestelldaten und AGB jederzeit auf der Website einsehen und herunterladen.
Der Anbieter ist berechtigt, einen Dienstleistungsvertrag ohne Angabe von Gründen abzulehnen, z. B. wenn der Anbieter aufgrund seiner Spezialisierung oder aus gesetzlichen Gründen die Leistung nicht erbringen kann oder darf. In diesem Fall bleibt der Honoraranspruch des Anbieters für die bis zur Ablehnung der Dienstleistung entstandenen Leistungen erhalten.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen (allgemein)
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung in der Leistungsbeschreibung auf der Website oder im konkreten Angebot des Anbieters veröffentlichten Preise.
(2) Preise gegenüber Verbrauchern werden als Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer angegeben. Preise gegenüber Unternehmern werden in der Regel als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer angegeben.
(3) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen. Gegenüber Unternehmern beträgt der Verzugszinssatz 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, gegenüber Verbrauchern 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Der Anbieter behält sich vor, einen weitergehenden Verzugsschaden geltend zu machen.
(4) Aufrechnung gegenüber Forderungen des Anbieters ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen zulässig.
§ 5 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die nachfolgende Widerrufsbelehrung gilt für Verträge über Workshops und für Coaching-Leistungen (Einzelsessions, Kontingente, Standortbestimmungen) gleichermaßen.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht: Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns – JEFFERSON & NetzWerk, Dominic Jefferson, Glückstr. 11, 86153 Augsburg, Deutschland, E-Mail: fragnach@impuls-sprechstunde.de, Telefon: +49 (0) 173 99 79135 – mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
(2) Erlöschen des Widerrufsrechts: Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen vorzeitig, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter verliert.
Wünscht der Verbraucher, dass Coaching-Leistungen, ein Workshop oder andere Dienstleistungen bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, holt der Anbieter im Buchungsprozess gesondert eine entsprechende ausdrückliche Zustimmung sowie die Bestätigung der Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts ein. Ohne diese ausdrückliche Erklärung beginnt die Leistungserbringung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist.
Bei Stundenkontingenten erlischt das Widerrufsrecht nicht bereits durch die Inanspruchnahme einzelner Sessions innerhalb der Widerrufsfrist, sondern nur insoweit, als die jeweilige Einzelleistung vollständig erbracht wurde und der Verbraucher der vorzeitigen Leistungserbringung wirksam zugestimmt hat. Für noch nicht abgerufene Leistungen bleibt das Widerrufsrecht innerhalb der Widerrufsfrist bestehen; im Fall des Widerrufs wird der bereits erbrachte Anteil anteilig auf Basis des anteiligen Kontingentpreises vergütet.
(3) Muster-Widerrufsformular: Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück an: JEFFERSON & NetzWerk, Dominic Jefferson, Glückstr. 11, 86153 Augsburg, E-Mail: fragnach@impuls-sprechstunde.de
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An JEFFERSON & NetzWerk, Dominic Jefferson, Glückstr. 11, 86153 Augsburg, Deutschland, E-Mail: fragnach@impuls-sprechstunde.de
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
- Bestellt am (*)/erhalten am (*)
- Name des/der Verbraucher(s)
- Anschrift des/der Verbraucher(s)
- Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
- Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
(4) Das Widerrufsrecht steht ausschließlich Verbrauchern zu. Unternehmer haben kein Widerrufsrecht.
§ 6 Leistungserbringung und Mitwirkungspflichten
(1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen sowie auf dem aktuellen Stand seiner fachlichen Expertise. Workshops dienen der beruflichen Weiterbildung und persönlichen Entwicklung; die Coaching-Leistungen dienen der individuellen Reflexion und Begleitung beruflicher Führungsthemen. Die Leistungen stellen keine therapeutische, medizinische, psychotherapeutische, juristische oder steuerliche Beratungsleistung dar.
(2) Es handelt sich um Dienstleistungen im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Ein bestimmter Erfolg (z. B. die Veränderung des Führungsverhaltens, die Lösung eines konkreten Konflikts oder das Erreichen eines bestimmten Geschäftsergebnisses) wird nicht geschuldet. Die beauftragten Leistungen gelten als erbracht, wenn die erforderlichen Leistungen erfolgt sind und eventuell auftretende Fragen bearbeitet wurden.
(3) Der Kunde wirkt aktiv und konstruktiv an der Erbringung der Leistungen mit. Hierzu gehören insbesondere die rechtzeitige Bereitstellung der erforderlichen Informationen, das Einhalten vereinbarter Termine und, im Workshop, die Wahrung der Vertraulichkeit der Beiträge anderer Teilnehmender (siehe § 7).
(4) Vertraulichkeit der Gesprächsumgebung: Der Kunde stellt sicher, dass er sich während der Coaching-Sitzung an einem Ort befindet, an dem das Gespräch nicht von unbeteiligten Dritten mitgehört werden kann. Er trägt dafür Sorge, dass die Sitzung ungestört stattfinden kann. Bild- oder Tonaufnahmen der Sitzung durch den Kunden sind nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Anbieters zulässig (siehe § 9).
(5) Der Kunde verpflichtet sich, den Anbieter über gesundheitliche oder psychische Einschränkungen zu informieren, die für die Teilnahme an einem Coaching oder Workshop relevant sein könnten. Der Anbieter behält sich vor, in begründeten Einzelfällen die Aufnahme eines Coachings bzw. die Teilnahme an einem Workshop abzulehnen, insbesondere wenn fachlich geeignetere Hilfe (z. B. Therapie) angezeigt erscheint. Der Kunde verpflichtet sich im eigenen Interesse, alle relevanten Angaben wahrheitsgemäß und vollständig zu erbringen.
(6) Verzögerungen oder Mehraufwand, die durch eine Verletzung der Mitwirkungspflichten des Kunden entstehen, gehen zu Lasten des Kunden. In solchen Fällen behält sich der Anbieter das Recht vor, zusätzliche Kosten, die durch die Verzögerungen oder den Mehraufwand entstehen, dem Kunden in Rechnung zu stellen.
(7) Technische Voraussetzungen: Da die Coaching-Leistungen ausschließlich online (per Video oder Telefon) erbracht werden, sorgt der Kunde eigenverantwortlich für die hierfür erforderlichen technischen Voraussetzungen. Dazu gehören insbesondere eine funktionsfähige und ausreichend stabile Internetverbindung, ein geeignetes Endgerät sowie die im Buchungsprozess genannte oder gesondert mitgeteilte Kommunikationssoftware. Technische Störungen, die aus dem Verantwortungsbereich des Kunden herrühren, gehen nicht zulasten der vereinbarten Sitzungsdauer und begründen keinen Anspruch auf Wiederholung, Verlängerung oder Erstattung der betroffenen Sitzung.
(8) Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht nach und verhindert dies die Durchführung der Leistungen, ist der Anbieter berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und den entstandenen Aufwand dem Auftraggeber in Rechnung zu stellen. Weitergehende Ansprüche des Anbieters bleiben unberührt.
(9) Die Dienstleistung beruht auf Kooperation. Der Kunde ist zur Umsetzung der erteilten Empfehlungen nicht verpflichtet. Der Auftraggeber erkennt an, dass alle Schritte und Maßnahmen, die im Rahmen der Erbringung der Leistungen von ihm unternommen werden, in seinem eigenen Verantwortungsbereich liegen. Der Kunde ist für eine korrekt angegebene E-Mail-Adresse und den regelmäßigen Abruf seiner E-Mails selbst verantwortlich.
(10) Der Anbieter ist berechtigt, die Durchführung einer Leistung zu verschieben, sofern bei ihm oder einem Dritten, von ihm eingeschalteten Leistungserbringer, eine Verhinderung, z. B. durch Aufruhr, Streik, Aussperrung, Naturkatastrophen, Unwetter, Verkehrsbehinderung oder Krankheit eintritt, die den Anbieter ohne eigenes Verschulden daran hindern, die Leistung zum vereinbarten Termin durchzuführen. Ein Schadensersatzanspruch für den Kunden besteht in diesem Fall nicht.
(11) Die Abbildung und Beschreibung der Leistungen auf der Website des Anbieters dienen lediglich der Illustration und sind nur ungefähre Angaben. Eine Gewähr für die vollständige Einhaltung wird nicht übernommen.
(12) Der Anbieter ist berechtigt, Anpassungen an dem Inhalt oder dem Ablauf der Leistungen aus fachlichen Gründen vorzunehmen, etwa wenn Bedarf für eine Aktualisierung oder Weiterentwicklung des Inhaltes besteht, sofern dadurch keine wesentliche Veränderung des Inhaltes eintritt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
(13) Der Anbieter muss die Leistung nicht selbst durchführen. Er ist berechtigt, nach freiem Ermessen, die Durchführung der Leistung an Dritte, z. B. an Subunternehmer, abzugeben.
§ 7 Vertraulichkeit
(1) Der Anbieter und alle Mitwirkenden (Coaches, Trainerinnen und Trainer, Beraterinnen und Berater, Seminarschauspielerinnen und Seminarschauspieler) sind zu Verschwiegenheit über alle ihnen im Rahmen der Leistungserbringung bekannt werdenden Umstände verpflichtet. Diese Pflicht gilt zeitlich unbegrenzt und besteht auch nach Beendigung des Vertrags fort.
(2) Im Rahmen von Workshops und Gruppenformaten verpflichten sich auch die Teilnehmenden untereinander zur strikten Vertraulichkeit über alle persönlichen Informationen, Erfahrungen und Übungssituationen, die im Workshop geteilt werden.
(3) Eine Weitergabe von Coaching- oder Workshop-Inhalten an Dritte erfolgt nur mit ausdrücklicher schriftlicher Einwilligung des Kunden oder soweit gesetzlich vorgeschrieben.
(4) Anonymisierte Fallbeispiele dürfen vom Anbieter zu Marketingzwecken (z. B. LinkedIn-Posts, Case Studies, Vorträge) verwendet werden, sofern keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.
§ 8 Datenschutz
(1) Der Anbieter erhebt und verarbeitet personenbezogene Daten der Kunden ausschließlich zum Zweck der Vertragsdurchführung und im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).
(2) Eine ausführliche Information über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten findet sich in der separaten Datenschutzerklärung des Anbieters.
§ 9 Bild- und Tonaufnahmen
(1) Das Anfertigen von Bild- und Tonaufnahmen durch Kunden während Coaching-Sessions oder Workshops ist ohne ausdrückliche vorherige Genehmigung des Anbieters und aller betroffenen Teilnehmenden untersagt.
(2) Der Anbieter behält sich vor, bei Workshops Fotos (z. B. Raumsituation, Gruppenbild) für Marketingzwecke anzufertigen. Dies geschieht ausschließlich mit vorheriger Einwilligung der abgebildeten Personen. Die Einwilligung ist jederzeit widerruflich.
(3) Video-Feedback im Rahmen von Übungen (z. B. mit der Seminarschauspielerin) erfolgt ausschließlich zu Lernzwecken innerhalb des Workshops. Die Aufnahmen werden nicht gespeichert oder weitergegeben, es sei denn, der/die betroffene Teilnehmende wünscht dies ausdrücklich und schriftlich.
(4) Coaching-Sessions (Video/Telefon) werden grundsätzlich nicht aufgezeichnet.
§ 10 Urheberrecht und geistiges Eigentum
(1) Alle im Rahmen der Leistungserbringung bereitgestellten Materialien (Workbooks, Präsentationen, Handouts, digitale Inhalte, Methoden, Modelle) sind urheberrechtlich geschützt und Eigentum des Anbieters.
(2) Die Materialien dürfen ausschließlich für den persönlichen Gebrauch des Kunden verwendet werden. Eine Vervielfältigung, Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung oder gewerbliche Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
(3) Die im Rahmen von Workshops vermittelten Methoden und Konzepte (insbesondere die JEFFERSON-Module) dürfen vom Kunden in seinem eigenen Führungsalltag angewendet werden. Eine kommerzielle Weitervermittlung (z. B. als eigenes Trainings- oder Coaching-Angebot) ist ohne schriftliche Lizenzvereinbarung untersagt.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur, soweit diese auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung oder auf der schuldhaften Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) beruhen. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf.
(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei arglistigem Verschweigen von Mängeln oder bei Übernahme einer Garantie.
(5) Der Anbieter haftet nicht für den Verlust oder die Beschädigung von persönlichen Gegenständen der Teilnehmenden am Veranstaltungsort, es sei denn dies beruht auf einem vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verhalten des Anbieters.
(6) Der Anbieter haftet nicht für Entscheidungen oder Handlungen, die Kunden auf Basis der Coaching- oder Workshop-Inhalte treffen. Die Anwendung des Erlernten und alle daraus resultierenden Entscheidungen liegen in der alleinigen Verantwortung des Kunden.
(7) Gegenüber Unternehmern ist die Haftung des Anbieters für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Folgeschäden ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
§ 12 Besondere Bestimmungen für Geschäftskunden (Unternehmer)
(1) Für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB gelten ergänzend die folgenden Bestimmungen:
(2) Ein Widerrufsrecht gemäß § 5 dieser AGB besteht nicht.
(3) Erfüllungsort für alle Leistungen ist der Sitz des Anbieters.
(4) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist der Sitz des Anbieters, sofern der Geschäftskunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Bei Verbrauchern gilt dies nur insoweit, als nicht zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, einen weitergehenden Schutz gewähren.
(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt eine wirksame Bestimmung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
(5) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB im Rahmen laufender Vertragsverhältnisse (insbesondere bei noch nicht vollständig abgerufenen Stundenkontingenten) anzupassen, soweit dies zur Anpassung an die folgenden Anlässe erforderlich ist:
- Änderungen der gesetzlichen Vorschriften oder einschlägigen höchstrichterlichen Rechtsprechung;
- Anordnungen oder Hinweise zuständiger Aufsichtsbehörden;
- Änderungen technischer Rahmenbedingungen (z. B. eingesetzte Buchungs- oder Kommunikationstools, Sicherheitsstandards);
- Anpassungen einzelner Regelungen zur Verbesserung der Verständlichkeit oder zur Schließung von Regelungslücken, soweit dadurch das Vertragsgefüge zugunsten des Kunden nicht spürbar verschlechtert wird.
(6) Eine Änderung der Hauptleistungspflichten (Art und Umfang der vom Anbieter geschuldeten Leistung) sowie der hierfür zu zahlenden Vergütung (Preis) ist über das Verfahren nach Absatz 5 ausdrücklich ausgeschlossen. Bereits erworbene Stundenkontingente behalten den bei Vertragsschluss vereinbarten Preis und Leistungsumfang; Preisänderungen wirken ausschließlich für zukünftige Buchungen.
(7) Der Anbieter wird den Kunden über Änderungen nach Absatz 5 mindestens sechs Wochen vor deren Inkrafttreten in Textform informieren. Die Mitteilung enthält den geänderten Text und den Zeitpunkt des Inkrafttretens. Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung in Textform, gilt die Änderung als genehmigt. Auf dieses Widerspruchsrecht, die Frist und die Rechtsfolgen weist der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hin.
(8) Widerspricht der Kunde fristgerecht, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort.
Teil B
Coaching-Leistungen „IMPULS SprechStunde“
Gilt zusätzlich für Einzelsessions, Stundenkontingente und Standortbestimmungen.
§ 14 Vertragsgegenstand Coaching-Leistungen
(1) Die „IMPULS SprechStunde“ ist eine individuelle Coaching- und Reflexionsbegleitung für Führungskräfte nach dem Prinzip einer Sprechstunde: Der Kunde nimmt Coaching in Anspruch, wenn er es benötigt. Die Leistungen werden ausschließlich online (Video oder Telefon) erbracht. Ein Abonnement, eine Mitgliedschaft oder ein Dauerschuldverhältnis mit wiederkehrenden Zahlungspflichten wird nicht begründet.
(2) Zielgruppe sind Führungskräfte und Inhaberinnen bzw. Inhaber kleiner und mittlerer Organisationen, vorrangig im Gesundheitswesen.
(3) Buchbare Leistungen sind:
- a) die einzelne Coaching-Session (60 Minuten);
- b) das Stundenkontingent 5 (fünf Sessions à 60 Minuten zzgl. telefonischer Notfall-Erreichbarkeit nach § 17);
- c) das Stundenkontingent 10 (zehn Sessions à 60 Minuten zzgl. telefonischer Notfall-Erreichbarkeit und einer proaktiven Standortbestimmung nach § 17);
- d) die Standortbestimmung mit berufsbezogenem Persönlichkeitsinventar (BIP) nach § 17 Abs. 6;
- e) auf individuelle Anfrage: ein 360°-Feedback nach gesondertem Angebot.
(4) Charakter der Leistung – Abgrenzung zum Fernunterricht: Die Coaching-Leistungen dienen ausschließlich der individuellen beruflichen Reflexion und Begleitung von Führungskräften. Es handelt sich nicht um Fernunterricht im Sinne des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG). Insbesondere:
- Es wird kein vorab definierter Lernstoff vermittelt; Inhalte richten sich nach den situativen Anliegen des Kunden.
- Die individuelle Beratung und Begleitung steht im Vordergrund; das Coaching ist nicht auf den Erwerb einer konkreten Befähigung oder eines Abschlusses ausgerichtet.
- Die Leistungen werden im unmittelbaren, zeitgleichen Dialog (Video oder Telefon) erbracht; der Kunde kann jederzeit individuelle Rückfragen stellen und erhält individuelle Antworten.
- Der Anbieter erteilt keine Hausaufgaben und nimmt keine Bewertung von Aufgaben, Tests oder sonstigen Leistungsnachweisen vor.
- Es findet keine systematische Überwachung oder Kontrolle eines Lernerfolgs statt.
- Es werden keine Zertifikate, Abschlüsse oder Qualifikationsnachweise ausgestellt.
- Die Leistungen folgen keinem vorab strukturierten Curriculum, sondern dienen der offenen Reflexion aktueller Führungsthemen.
- Die einzelnen Sessions eines Kontingents sind eigenständige Reflexionseinheiten und bauen nicht als Lehrgang aufeinander auf.
(5) Das im Rahmen der Standortbestimmung eingesetzte Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) ist ein Verfahren der berufsbezogenen Selbst- und ggf. Fremdeinschätzung. Es dient der Reflexion und Standortbestimmung des Kunden und stellt keine Lernerfolgskontrolle, keine Prüfung und keine psychologische Diagnostik im heilkundlichen Sinne dar.
§ 15 Vertragsschluss
(1) Der Vertragsschluss erfolgt durch verbindliche Buchung über die Website, per E-Mail, telefonisch oder im Anschluss an ein kostenfreies Erstgespräch. Der Vertrag kommt mit der Buchungsbestätigung des Anbieters per E-Mail zustande.
(2) Mit der Buchungsbestätigung erhält der Kunde eine Übersicht der gebuchten Leistung (Einzelsession, Kontingentgröße, Standortbestimmung), den Preis sowie, bei Kontingenten, die Abrufmodalitäten und die Gültigkeitsdauer nach § 18.
§ 16 Preise und Zahlung
(1) Der jeweils gültige Preis ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Buchung. Preise gegenüber Verbrauchern verstehen sich als Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer; gegenüber Unternehmern werden Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen.
(2) Die Zahlung erfolgt per Rechnung. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung fällig. Bei Stundenkontingenten ist das Guthaben nach vollständigem Zahlungseingang abrufbar; einzelne Sessions können bereits vor Zahlungseingang vereinbart werden, finden jedoch erst nach Zahlungseingang statt, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(3) Der Anbieter kann weitere Zahlungsarten (z. B. SEPA-Lastschrift, Kreditkarte über einen Zahlungsdienstleister) anbieten; die verfügbaren Zahlungsarten werden im Buchungsprozess angezeigt.
(4) Ein Anspruch auf Verzinsung nicht abgerufenen Kontingent-Guthabens besteht nicht.
§ 17 Leistungen im Detail
(1) Coaching-Session: Eine Coaching-Session umfasst 60 Minuten und wird per Video oder Telefon erbracht. Die Terminvereinbarung erfolgt über das Online-Buchungssystem des Anbieters oder individuell in Abstimmung.
(2) Verlängerung von Sessions: Wird während einer Session einvernehmlich vereinbart, das Gespräch über die gebuchten 60 Minuten hinaus fortzusetzen, wird die zusätzliche Zeit je angefangene 15 Minuten anteilig abgerechnet. Bei Einzelbuchungen erfolgt die Abrechnung anteilig auf Basis des vereinbarten Einzelpreises; bei Stundenkontingenten wird die zusätzliche Zeit anteilig dem Kontingent-Guthaben belastet, sofern ausreichendes Guthaben besteht, andernfalls anteilig auf Basis des Einzelpreises berechnet. Eine Verlängerung erfolgt nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden im Termin; ohne Zustimmung endet die Session nach 60 Minuten ohne Mehrkosten.
(3) Telefonische Notfall-Erreichbarkeit (nur in Stundenkontingenten enthalten): Der Kunde kann bei akuten Führungsfragen einen Rückruf anfordern. Der Anbieter ruft innerhalb von 4 Stunden zurück (Montag bis Freitag, 9:00 bis 18:00 Uhr; außerhalb dieser Zeiten eingehende Anfragen gelten als zu Beginn des nächsten Werktags eingegangen). Ein Rückruf umfasst maximal 20 Minuten Beratungszeit. Im Stundenkontingent 5 sind fünf Rückrufe enthalten, im Stundenkontingent 10 zehn Rückrufe. Nicht genutzte Rückrufe begründen keinen Erstattungsanspruch und sind nicht auf andere Leistungen anrechenbar. Die Notfall-Erreichbarkeit besteht, solange das jeweilige Kontingent gültig und nicht verbraucht ist.
(4) Proaktive Standortbestimmung (nur im Stundenkontingent 10 enthalten): Sechs Monate nach Kauf des Kontingents bietet der Anbieter dem Kunden aktiv ein Standortgespräch von 30 Minuten an. Nimmt der Kunde das Angebot nicht innerhalb von drei Monaten nach dem Angebot wahr, verfällt diese Zusatzleistung ersatzlos; das übrige Kontingent bleibt unberührt.
(5) Terminabsagen: Vereinbarte Termine können bis 24 Stunden vor dem Termin kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen gilt die Session als in Anspruch genommen bzw. wird bei Einzelbuchungen der vereinbarte Preis fällig. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist. Bei einer vom Anbieter zu vertretenden Absage wird ein Ersatztermin angeboten; ist dies nicht möglich, wird die betroffene Leistung nicht berechnet bzw. dem Kontingent wieder gutgeschrieben.
(6) Standortbestimmung mit BIP (eigenständiges Angebot): Die Leistung umfasst die Durchführung des Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (Selbsteinschätzung) über die vom Testverfahren vorgesehene Plattform, die individuelle Ausarbeitung der Ergebnisse durch den Anbieter sowie ein Auswertungsgespräch von 60 Minuten. Die Auswertung des Testverfahrens erfolgt durch die hierfür zuständige externe Auswertungsstelle; Einzelheiten zur Datenverarbeitung ergeben sich aus der Datenschutzerklärung. Das 360°-Feedback (Selbstbild zuzüglich Fremdeinschätzungen) wird ausschließlich nach individuellem Angebot erbracht.
(7) Der Anbieter ist berechtigt, einzelne Leistungselemente weiterzuentwickeln oder anzupassen, sofern der Gesamtcharakter des Angebots erhalten bleibt und der Wert für den Kunden nicht beeinträchtigt wird. Für bereits erworbene Kontingente gilt § 13 Abs. 6.
§ 18 Gültigkeit der Stundenkontingente
(1) Stundenkontingente sind drei Jahre ab Vertragsschluss gültig und abrufbar. Diese Frist entspricht der regelmäßigen gesetzlichen Verjährungsfrist (§§ 195, 199 BGB).
(2) Der Kunde bestimmt Zeitpunkt und Frequenz des Abrufs innerhalb der Gültigkeitsdauer frei; eine Verpflichtung zur regelmäßigen Inanspruchnahme besteht nicht.
(3) Die Übertragung eines Kontingents auf eine andere Person bedarf der Zustimmung des Anbieters; sie wird bei berechtigtem Interesse (z. B. Wechsel der Funktion, Ausscheiden aus der Organisation bei Buchung durch einen Arbeitgeber) nicht unbillig verweigert.
(4) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei wiederholten Verstößen des Kunden gegen die Vertraulichkeitspflicht (§ 7), erheblichen Verstößen gegen die Mitwirkungspflicht (§ 6 Abs. 3 und 4) oder sonstigem Verhalten, das die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar macht. Im Fall einer außerordentlichen Kündigung durch den Kunden aus einem vom Anbieter zu vertretenden wichtigen Grund wird nicht abgerufenes Kontingent-Guthaben anteilig erstattet; die bereits in Anspruch genommenen Leistungen werden dabei zum Preis der jeweiligen Kontingentstaffel abgerechnet.
§ 19 Coaching-Inhalte, Aufzeichnungen und Coach-Zuordnung
(1) Im Rahmen der Coaching-Sessions werden persönliche Situationen, berufliche Herausforderungen und Erfahrungen des Kunden besprochen. Diese Inhalte enthalten personenbezogene Daten und werden vom Anbieter sowie ggf. eingesetzten Coaches mit höchster Vertraulichkeit behandelt (siehe § 7).
(2) Coaching-Gespräche werden grundsätzlich nicht aufgezeichnet, transkribiert oder dauerhaft gespeichert. Coaches können sich persönliche, handschriftliche oder digitale Notizen zur Vorbereitung auf Folgesitzungen anfertigen. Diese Notizen werden spätestens nach Beendigung des Vertragsverhältnisses gelöscht beziehungsweise vernichtet.
(3) Die Leistungen werden durch den Anbieter oder durch einen dem Kunden fest zugeordneten, qualifizierten Coach erbracht. Ein Wechsel des Coaches kann auf Wunsch des Kunden vorgenommen werden. Der Kunde teilt dem Anbieter konkrete Gründe für den gewünschten Wechsel vorab. Der Anbieter führt den Wechsel durch, sofern ein anderer geeigneter Coach verfügbar ist. Kann dem Wunsch nicht entsprochen werden, insbesondere weil kein anderer geeigneter Coach verfügbar ist, bleibt der Vertrag zu den vereinbarten Bedingungen bestehen. Ein Recht zur Kündigung oder zur Rückforderung bereits gezahlter Vergütung entsteht hierdurch nicht.
(4) Bei längerfristigem Ausfall des zugeordneten Coaches bietet der Anbieter dem Kunden einen anderen geeigneten Coach an. Lehnt der Kunde den vorgeschlagenen Coach ab, ist er zur außerordentlichen Kündigung nach § 18 Abs. 4 berechtigt; nicht abgerufenes Guthaben wird in diesem Fall anteilig erstattet.
§ 20 Abgrenzung zu Therapie und Heilbehandlung
(1) Die Coaching-Leistungen sind eine professionelle Begleitung zu beruflichen Führungsthemen. Es handelt sich ausdrücklich nicht um:
- eine Psychotherapie oder psychotherapeutische Behandlung;
- eine medizinische oder heilkundliche Behandlung im Sinne des Heilpraktikergesetzes;
- eine Suchtberatung oder -behandlung;
- die Behandlung psychischer Erkrankungen jeder Art.
(3) Der Kunde versichert mit Vertragsschluss, sich nicht aktuell in psychotherapeutischer oder psychiatrischer Behandlung wegen einer schweren psychischen Erkrankung zu befinden, ohne dies dem Coach mitgeteilt zu haben.
Teil C
Workshops
Gilt zusätzlich für offene Workshops des Anbieters.
§ 21 Vertragsgegenstand Workshop
(1) Der Anbieter führt offene Workshops zur Führungskräfteentwicklung durch, insbesondere das zweitägige Intensiv-Training „Gespräche führen, die keiner führen will.“ mit professionellem Seminarschauspiel.
(2) Der konkrete Inhalt, Umfang, Ort und Termin des jeweiligen Workshops ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website oder aus dem konkreten Angebot des Anbieters.
(3) Die Teilnehmeranzahl pro Workshop ist auf maximal 8 Personen begrenzt. Dies dient der Qualitätssicherung und ist Bestandteil des Leistungsversprechens.
§ 22 Anmeldung Workshop
(1) Die Anmeldung erfolgt über das Online-Anmeldeformular auf der Website, per E-Mail oder telefonisch.
(2) Mit der Anmeldung gibt der Teilnehmer ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Teilnahmevertrags ab. Der Vertrag kommt mit der Anmeldebestätigung des Anbieters per E-Mail zustande.
(3) Bei Anmeldung durch einen Arbeitgeber oder Auftraggeber für einen oder mehrere Mitarbeitende gilt der Auftraggeber als Vertragspartner und Rechnungsempfänger, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
§ 23 Preise und Zahlung Workshop
(1) Die zum Zeitpunkt der Anmeldung in der Leistungsbeschreibung auf der Website veröffentlichten Preise sind verbindlich. Preise gegenüber Verbrauchern werden als Endpreise inklusive Umsatzsteuer angegeben; für Unternehmer werden Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen.
(2) Der Anbieter kann verschiedene Preiskategorien anbieten (z. B. Standardpreis, Frühbucherpreis, Unternehmensbuchung ab mehreren Plätzen). Die jeweils geltenden Preiskategorien, Konditionen und Fristen (z. B. Frühbucherfrist) ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des konkreten Workshops auf der Website.
(3) Im Preis enthalten sind die Teilnahme am Workshop, Seminarunterlagen / Workbook sowie Verpflegung am Veranstaltungsort, soweit dies in der Leistungsbeschreibung des konkreten Workshops ausgewiesen ist. Eine ergänzende Follow-up-Session nach dem Workshop kann Bestandteil des Angebots sein, sofern in der Leistungsbeschreibung ausgewiesen.
(4) Nicht im Preis enthalten sind Anreise, Unterkunft und Abendessen, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Diese sind vom Kunden auf eigene Kosten zu organisieren.
(5) Die Rechnung wird nach Anmeldebestätigung per E-Mail zugesandt. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung, spätestens jedoch vor Beginn des Workshops, zu begleichen.
§ 24 Stornierung Workshop durch den Teilnehmer
(1) Eine Stornierung der Anmeldung ist jederzeit möglich und bedarf der Textform (E-Mail genügt).
(2) Für Stornierungen gelten folgende Regelungen:
- Stornierung bis 6 Wochen vor Workshoptermin: kostenfrei.
- Stornierung bis 4 Wochen vor Workshoptermin: 25 % des Teilnahmepreises.
- Stornierung bis 2 Wochen vor Workshoptermin: 50 % des Teilnahmepreises.
- Stornierung weniger als 2 Wochen vor Workshoptermin oder Nichterscheinen: 100 % des Teilnahmepreises.
(3) Dem Teilnehmer steht es frei, nachzuweisen, dass dem Anbieter ein geringerer Schaden entstanden ist.
(4) Anstelle einer Stornierung kann der Teilnehmer eine geeignete Ersatzperson benennen, die an seiner Stelle am Workshop teilnimmt. In diesem Fall fallen keine Stornogebühren an. Die Benennung einer Ersatzperson muss spätestens drei Werktage vor dem Workshoptermin schriftlich erfolgen und bedarf der Zustimmung des Anbieters.
§ 25 Absage oder Änderung durch den Anbieter
(1) Der Anbieter behält sich vor, einen Workshop abzusagen, wenn die Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen nicht erreicht wird. Die Absage erfolgt spätestens 14 Tage vor dem geplanten Termin.
(2) Im Falle einer Absage durch den Anbieter werden bereits gezahlte Teilnahmegebühren vollständig erstattet. Weitergehende Ansprüche des Teilnehmers (insbesondere Erstattung von Reise- oder Übernachtungskosten) sind ausgeschlossen, es sei denn, der Anbieter hat die Absage vorsätzlich oder grob fahrlässig zu vertreten.
(3) Der Anbieter behält sich vor, den Veranstaltungsort, den Zeitplan oder einzelne inhaltliche Schwerpunkte aus organisatorischen Gründen zu ändern, sofern der Gesamtcharakter des Workshops erhalten bleibt. Wesentliche Änderungen werden den Teilnehmenden unverzüglich mitgeteilt.
(4) Bei höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, Pandemie, behördliche Anordnungen) ist der Anbieter berechtigt, den Workshop zu verschieben oder abzusagen. Es gelten die Regelungen gemäß Abs. 2.
(5) Ein Wechsel der Seminarschauspielerin / des Seminarschauspielers oder der Trainerin / des Trainers ist kein Grund für einen Rücktritt des Teilnehmers, sofern die Qualität des Workshops gewährleistet bleibt.
